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Fakten zum Thema Stottern

Fakten zum Thema Stottern 2024

Fakten zum Thema Stottern
Oft sind Menschen verunsichert und wissen nicht, wie sie reagieren sollen, wenn das Gegenüber stottert. Diese Unsicherheit kann dazu führen, dass Zuhörer z. B. wegschauen, die Person unterbrechen, Worte hinzufügen oder einfach nicht mit Menschen sprechen, die diesen Sprachfehler haben. Keine dieser Reaktionen ist jedoch sehr hilfreich. Im Allgemeinen möchten Menschen, die stottern, wie jeder andere Mensch auch behandelt werden. Sie sind sich bewusst, dass sie anders sprechen und es länger dauert, bis sie sich geäußert haben. Unglücklicherweise führt dies oft dazu, dass sich die Person unter Druck gesetzt fühlt, schneller zu sprechen. Unter solchen Bedingungen fällt das flüssige Sprechen meist noch schwerer. Darum machen es ungeduldige Menschen stotternden Menschen nicht gerade einfacher, die richtigen Worte zu finden.

Was verursacht Stottern?

Experten meinen, dass eine Vielzahl von Faktoren dazu beitragen kann, dass

ein Mensch stottert. Diese Faktoren umfassen:
  • Genetik: Ăśber 60 % derjenigen, die stottern, haben ein enges Familienmitglied, das ebenfalls stottert

  • Andere Sprech- oder Sprachprobleme oder Entwicklungsverzögerungen

  • Unterschiede in der Sprachverarbeitung des Gehirns: Menschen, die stottern, verarbeiten die Sprache in verschiedenen Bereichen des Gehirns. Es können Probleme entstehen, wenn das Gehirn Nachrichten aussendet, diese aber falsch an Muskeln und andere Körperteile weitergegeben werden

  • Ein hoher Beschäftigungsgrad

  • Eine schnelle Sprechgeschwindigkeit



    Erste Anzeichen von Stottern

    Die ersten Anzeichen dafür, dass ein Kind stottert, tun sich im Alter von 18 – 24 Monaten auf, da es dann zu einer Häufung an Vokabeln kommt und Kinder anfangen, Wörter zusammenzubauen, um daraus Sätze zu formen. Für Eltern ist es vielleicht erschütternd und frustrierend, jedoch ist es für Kinder in diesem Alter ganz normal, etwas zu stottern. Es ist sehr wichtig, mit seinem Kind so geduldig wie möglich umzugehen.

    Es kann vorkommen, dass ein Kind für einige Wochen oder Monate stottert. Dieses kann sporadisch auftreten. Die meisten Kinder, die vor ihrem 5. Lebensjahr anfangen zu stottern, hören damit auf, ohne dass ein Eingreifen (wie z. B. eine Sprech- und Sprachtherapie) notwendig ist.

    Wenn das Stottern des Kindes jedoch häufig vorkommt und schlimmer wird sowie von Körper- und Gesichtsbewegungen begleitet wird, kann es ratsam sein, dass ein Sprachtherapeut aufgesucht wird. Dies sollte geschehen, wenn das Kind etwa drei Jahre alt ist.

    Wege und Mittel, um mit Menschen, die stottern, besser kommunizieren zu können

    Der beste Weg ist, stotternde Menschen ausreden zu lassen und ihnen die Zeit zu geben, die sie brauchen. Man sollte nicht versuchen, Sätze für den anderen zu beenden oder Wörter zu

    ergänzen. Ein solches Verhalten setzt stotternde Menschen nur unter Druck. Auch Vorschläge wie „Ganz ruhig“, „Entspann dich“ oder „Atme tief durch“ können dazu führen, dass die Person sich unwohl fühlt, da die Kommentare andeuten, dass Stottern leicht zu überwinden ist, was nicht stimmt.

    Natürlich geht jeder stotternde Mensch mit den Sprachschwierigkeiten anders um. Manchen macht es vielleicht nichts aus, darüber zu sprechen, während andere das Thema lieber gar nicht erst zur Sprache bringen. Generell kann man jedoch sagen, dass es hilfreich ist, die stotternde Person direkt zu fragen, wie man am besten auf das Stottern reagieren könnte. Man könnte z. B. die Frage stellen: „Ich habe bemerkt, dass du stotterst. Wie kann ich darauf am besten reagieren?“ Oft werden stotternde Personen auf eine solche Frage positiv reagieren, weil das Gegenüber Interesse zeigt.

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